NEUSTRELITZ. „Für mich ist es gute Kunst, wenn hinter dem Bild Gefühle von jemandem, sei es der Künstler oder ein anderer, wenn Authentizität und Persönlichkeit dahinter stehen“, so Karin Camara bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Beweg-Gründe“ am Wochenende im Neustrelitzer Museum.
Die gebürtige Neubrandenburgerin lebt seit mehr als zehn Jahren in Lapitz im Müritzkreis. Es ist spürbar, dass sie aus diesem Umfeld die Anregungen für ihr künstlerisches Schaffen schöpft. Sie hat mit sparsamer Linienführung die Landschaften in ihrer Umgebung gezeichnet, etwas hart und spröde wirken ihre Bleistiftzeichnungen, weicher, stimmungs- und gefühlvoller ihre Landschafts-impressionen, wenn sie Kreide und Sepia verwendet oder Aquarelle malt.
Oft ist Karin Camara in ihrer näheren Umgebung unterwegs, manche kleinen Bilder entstehen direkt im Auto. Mit ihren Landschaftsimpressionen möchte sie Gefühle ansprechen, bei den Betrachtern Erinnerungen und Erfahrungen an selbst Erlebtes wieder hervorholen.
Sie möchte keine Geschichten zur Landschaft erzählen, sondern einfach nur Stimmungen einfangen, es sei für sie besonders reizvoll zu reduzieren, sich auf das Wesentliche zu konzen-trieren, meinte die Künstlerin. Die Besucher ließen sich gern mitnehmen zur intensiven Betrachtung der mecklenburgischen Landschaft.
„Künstlerisch zu arbeiten, bedeutet für mich, im Resultat eine ästhetische Verbindung zwischen Intuition und Handwerk zu erschaffen“, formuliert Karin Camara einen ihrer Beweggründe als Zeichnerin. Hier liegen ihre künstlerischen Wurzeln, als Malerin zu arbeiten. Die Künstlerin ist Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg Vorpommern und seit 2004 Mitglied der internationalen Künstlergruppe pintura fresca. Neben der Landschaftsmalerin gibt es noch eine andere Karin Camara, die sehr farbintensiv und völlig abstrakt malt. Eine Auswahl ist auf ihrer neuen Website zu sehen. Im Museum läuft die Ausstellung bis zum 15. Januar.
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